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Informationen für Sachsen

Schule gegen sexuelle Gewalt

Auf diesem Portal finden Schulen Informationen und Hilfestellungen, um Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu erarbeiten. Landesspezifische Angebote und Regelungen sind am Ende des jeweiligen Themenbereiches aufgeführt.

Schulen sind für den Schutz vor sexueller Gewalt ein bedeutender Ort, weil nur hier nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Zudem sind erfolgreiche Bildung und Kinderschutz untrennbar miteinander verknüpft: Mädchen und Jungen, die sexuelle oder andere Gewalt erleben, tragen ein hohes Risiko für schulischen Misserfolg. Auch aus diesem Grund gilt aktiver Kinderschutz als handlungsleitend in Schulen. Schulische Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt tragen dazu bei, dass in der Schule kein Raum für Missbrauch ist. Und sie signalisieren, dass betroffene Schülerinnen und Schüler hier kompetente Hilfe finden können.

Die meisten Schulen haben bereits Programme oder Maßnahmen zur Vermittlung von Kinderrechten und zur Gewalt- oder Suchtprävention. Viele Schulen verfügen auch über medienpädagogische Projekte. An solche Programme und Projekte kann ein Schutzkonzept, das besonders sexuellen Missbrauch in den Blick nimmt, anknüpfen.

Auf diesem Fachportal gibt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder Schulen konkrete Unterstützung und Anregung, um schulische Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln. Schulen finden hier eine Fülle an Informationen, wie der Entwicklungsprozess eines Schutzkonzepts aussehen kann und welche Bestandteile ein solches Konzept zur Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt beinhalten sollte. Ergänzt wird das Angebot durch konkrete Informationen zur Situation in den jeweiligen Ländern.

Das Fachportal ist Teil der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Sie ergänzt die Materialien der gleichnamigen Infomappe des Unabhängigen Beauftragten, die im Zeitraum von Herbst 2016 bis 2018 in Kooperation mit den jeweiligen Kultusministerien bundesweit alle allgemeinbildenden Schulen erhalten werden. Zentrale Inhalte der Infomappe finden Sie hier: Der Einführungsflyer „Wie gehen wir an, was alle angeht?“ gibt erste Impulse, wie Schulen den Schutz vor sexuellem Missbrauch (weiter-)entwickeln können. Einen Überblick über die Bestandteile, die zu einem Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt gehören, vermittelt die Broschüre „Was muss geschehen, damit nichts geschieht?“

Aus dem Angebot „Schule gegen sexuelle Gewalt“ können Schulen auswählen, was für sie passend ist, um bereits Vorhandenes fortzuschreiben und weiterzuentwickeln.

Willkommen

Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ möchten wir Schulleitungen und Kollegien ermutigen und fachlich unterstützen, sich mit dem komplexen und sehr emotionalen Thema sexueller Kindesmissbrauch professionell auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist es, dass alle Schulen Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt (weiter-)entwickeln, damit Kinderschutz im Schulalltag selbstverständlich wird. Nur durch das Engagement jeder Schule kann es schrittweise zu einem Rückgang der unverändert hohen Fallzahlen kommen. Schulen können Kinder und Jugendliche wirkungsvoll schützen und ihnen helfen, unabhängig davon, ob sie sexuelle Gewalt in der Familie, in der Schule, in der Freizeit oder über das Internet erleiden. 

Ein standardisiertes Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt gibt es nicht. Jede Schule muss ihren eigenen Weg zu ihrem schulischen Schutzkonzept planen und gehen – unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen im Land und vor Ort.

Schutzkonzepte erfordern personelle und finanzielle Ressourcen, die Schulen auch für viele andere Herausforderungen benötigen. Deshalb stellt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ keine Maximalforderungen auf, sondern bietet konkrete Anregungen für den Anfang sowie für die Weiterentwicklung schulischer Schutzkonzepte. Die Initiative gibt fachliche Unterstützung, um wichtige Schritte auf dem Weg der schulischen Prävention und Intervention zu gehen. 

Ich freue mich sehr, dass alle Bundesländer die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ unterstützen! Jeder Schritt, den Schulen in diese Richtung gehen, ist ein Erfolg für den Kinderschutz! 

Helfen Sie mit, Schülerinnen und Schüler besser vor sexueller Gewalt zu schützen!

Johannes-Wilhelm Rörig
Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Loslegen

Starten Sie mit „Einstieg“ in der oberen Menüleiste. Hier finden Sie einen ersten Einblick in die Entwicklung von Schutzkonzepten. Im Anschluss stellt Ihnen der Menüpunkt „Analyse“ die Potenzial- und Risikoanalyse vor. Vertiefende Informationen zu den einzelnen Bestandteilen eines Schutzkonzepts erhalten Sie unter „Bestandteile“.

Bundesland Sachsen

Schutz an Schulen in Sachsen

Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist nicht tolerierbar. Um richtig mit diesem komplexen und sehr emotionalen Thema umzugehen, braucht es Sensibilität, Wissen und unterstützende Partner.

Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ werden Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützt, sich mit dem Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs professionell auseinanderzusetzen. Ich bin überzeugt davon, dass die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ dazu beiträgt, Mädchen und Jungen durch Maßnahmen der Prävention und Intervention besser zu schützen und ihnen schneller Hilfen anzubieten. Das Fachportal als Nachschlagewerk für die Entwicklung von schulischen Schutzkonzepten leistet hierbei eine wertvolle Unterstützung und ermutigt die Schulen, Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln und zum gelebten Schulalltag werden zu lassen.

Bei der Erfüllung ihres anspruchsvollen Kinderschutzauftrages ist es unverzichtbar, dass die Schulen mit anderen Partnern kooperieren. Eine wirkungsvolle Unterstützung bietet den Schulen das vom Landespräventionsrat des Freistaates Sachsen initiierte nachhaltige Arbeitsprinzip „Prävention im Team“.

„Prävention im Team“ trägt dazu bei, in allen Regionen Sachsens stabile Kooperations- und Kommunikationsstrukturen zwischen der Schule und den anderen mit Präventionsaufgaben befassten Einrichtungen und Trägern aufzubauen – mit dem Ziel einer übergreifenden und verbindlichen Zusammenarbeit, um sexuellen Missbrauch zu verhindern.

Nutzen wir die sich bietenden Möglichkeiten, um Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen.

Christian Piwarz | Sächsischer Staatsminister für Kultus

Spezifische Regelungen im Freistaat Sachsen

Bei der Entwicklung von Schutzkonzepten sind landesspezifische Informationen und Vorgaben relevant. Diese Inhalte sind an den passenden Stellen unter „Bestandteile“ zu finden.